Forum 1: Künstliche Intelligenz und Daten

Raum: Kongresshalle

Künstliche Intelligenz wird für die öffentliche Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zunehmend konkret: Mit Projekten wie NRW.Genius, dem KI-Sprachmodell GovTeuken, Open-Data-Strukturen über Open.NRW und ersten produktiven KI-Anwendungen etwa in der Steuerverwaltung entstehen neue Möglichkeiten, Daten besser zu nutzen, Verfahren zu beschleunigen und Mitarbeitende zu entlasten. Gleichzeitig zeigt sich: Der erfolgreiche Einsatz von KI steht und fällt mit der Qualität, Verfügbarkeit und verantwortungsvollen Nutzung von Daten. In diesem Forum geht es deshalb um die Frage, wie NRW die Potenziale von KI heben kann, ohne Datenschutz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit aus dem Blick zu verlieren. Diskutiert wird, welche Datengrundlagen Verwaltungen brauchen, wie KI-Anwendungen rechtssicher und praxistauglich eingesetzt werden können und welche Rolle offene Daten, Standards und ressortübergreifende Zusammenarbeit für eine moderne, lernfähige Verwaltung spielen. 

Moderation: Beate van Kempen, Leiterin Koordinierungsstelle Digitalisierung, Landschaftsverband Rheinland

  • Annette Berger, Amtsleiterin Digitalisierung und Informationstechnik, Stadt Köln
  • Gregor Bransky, Innovationsverbund öffentliche Gesundheit
  • Thomas Schmitt, KI-Architekt, govdigital
  • Ana-Maria Stefan, Chief Revenue Officer, SAP Sovereign Cloud Deutschland & Delos Cloud

Forum 2: OZG und FIM in der Praxis

Raum: Cornelius 2

Nordrhein-Westfalen zählt bei der flächendeckenden Verfügbarkeit digitaler Verwaltungsleistungen bundesweit zu den Ländern mit vergleichsweise hoher Dynamik. Gleichzeitig zeigt die OZG-Umsetzung in der Praxis: Online-Dienste allein reichen nicht aus, wenn Leistungen nicht verständlich beschrieben, Prozesse nicht standardisiert und kommunale Nachnutzung nicht konsequent mitgedacht werden. Genau hier setzt das Föderale Informationsmanagement, kurz FIM, an. Standardisierte Leistungsinformationen, Datenfelder und Prozesse können helfen, Verwaltungsleistungen einheitlicher, anschlussfähiger und leichter übertragbar zu machen. In diesem Forum geht es darum, wie OZG und FIM in Nordrhein-Westfalen vom Konzept in die kommunale Umsetzung kommen: Welche Standards braucht es wirklich? Wie lassen sich Landeslösungen, kommunale Praxis und Fachverfahren besser verbinden? Und wie kann FIM dazu beitragen, dass digitale Verwaltungsleistungen nicht nur online verfügbar sind, sondern für Bürgerinnen, Bürger, Unternehmen und Verwaltungen tatsächlich einfacher werden?

Moderation: Clarisse Schröder, Public IT Consultant

  • Christin Letz, Projektleiterin EfA-Dienste Niedersachsen , Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen, brain-SCC
  • Amanda Scheuvens, Geschäftsstelle „Digitale Baugenehmigung“, Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern
  • Katja Linnenschmidt, Teamleiterin Geschäftsstelle Onlinezugang/ Kommunalvertreter, NRW
  • Dirk Schweikart, Geschäftsführer, nextgov IT
  • Janos Standt, Bereichsleiter Public Sector, mgm technology partners
  • Martina Nolte, Teamleitung eGovernment, Stadt Mönchengladbach

Forum 3: Registermodernisierung für die kommunale Ebene

Raum: Cornelius 1

Die Registermodernisierung kommt in der Fläche an – und damit auch in den nordrhein-westfälischen Kommunen. Mit Identifikationsnummer, IDA-Verfahren, Datenschutzcockpit und NOOTS entsteht die technische Grundlage dafür, Nachweise künftig behördenübergreifend digital abzurufen und das Once-Only-Prinzip praktisch umzusetzen. Gerade für Kommunen bedeutet das aber nicht nur weniger Papier und einfachere Verfahren, sondern auch erhebliche Umsetzungsarbeit: Fachverfahren müssen angebunden, Datenqualität gesichert, Schnittstellen geschaffen und Zuständigkeiten geklärt werden. In diesem Forum geht es darum, wie der Rollout auf kommunaler Ebene gelingen kann, welche Erfahrungen aus NRW bereits vorliegen und welche Unterstützung Städte, Kreise und Gemeinden brauchen, damit Registermodernisierung nicht nur ein Bundesprojekt bleibt, sondern vor Ort echten Mehrwert schafft. Diskutiert wird, wie technische Anschlussfähigkeit, Datenschutz, föderale Koordination und kommunale Praxis zusammenfinden – und wie aus vernetzten Registern bessere digitale Verwaltungsleistungen entstehen. 

Moderation: Marvin Baldauf, Mitglied der Geschäftsleitung, Behörden Spiegel

  • Yves Junker, Associate Partner, Seven Principles
  • Dr. Uda Bastians, Leiterin des Dezernats Recht und Verwaltung, Deutscher Städtetag 
  • Christoph Neumann, Geschäftsführer, Südwestfalen IT 
  • Johannes Söpper, Referent, Stabsstelle Digitalisierung für die Wirtschaft, Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Maximilian Schröter, Referatsleiter, Bundesverwaltungsamt

Forum 4: Prozessdigitalisierung

Raum: Heinrich Heine 3+4

Digitale Verwaltungsleistungen entfalten ihren Mehrwert erst dann, wenn nicht nur der Antrag online gestellt werden kann, sondern auch die dahinterliegenden Abläufe medienbruchfrei, effizient und nachvollziehbar funktionieren. Nordrhein-Westfalen treibt die digitale Verwaltung mit zentralen Zugängen, kommunaler Zusammenarbeit und Unterstützungsstrukturen für Behörden voran; zugleich zeigt die Praxis, dass Prozessdigitalisierung weit mehr ist als die Einführung neuer Software. Es geht um klare Zuständigkeiten, Ende-zu-Ende-Denken, Fachverfahrensanbindung, Datenqualität und die Frage, wie Beschäftigte in veränderte Abläufe eingebunden werden. In diesem Forum wird diskutiert, wie Prozesse in Land und Kommunen systematisch analysiert, standardisiert und digital weiterentwickelt werden können. Im Mittelpunkt steht dabei, wie NRW von einzelnen Online-Diensten zu wirklich durchgängig digitalen Verwaltungsprozessen kommt – und welche Rolle Automatisierung, KI, Prozessmanagement und kommunale Nachnutzung auf diesem Weg spielen. 

Moderation: Guido Gehrt, stv. Chefredakteur, Behörden Spiegel

Impuls: KI in der Prozessmodellierung: Hype, Hilfe – oder Risiko?, Dr. Lars Algermissen, Geschäftsführer, PICTURE

  • Jasmin Deling, Leitung der Stabsstelle: „Digitalisierung für die Wirtschaft“, Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW
  • Annette Altfeld, Digitalisierungsteam ÖGD, Gesundheitsamt Ennepe-Ruhr-Kreis
  • Felix Hillebrand, Digitalisierungsteam ÖGD, Gesundheitsamt Ennepe-Ruhr-Kreis                                     

Forum 5: Agentische KI als Unterstützung für Verwaltungstransformation – Umsetzungsmodelle und Erfolgsfaktoren

Raum: Heinrich Heine 1+2

Dieses Red Hat Panel diskutiert das Potenzial agentischer KI für die Verwaltung: Wo stiften KI-Agenten echten Nutzen und welche Rolle muss der Mensch als Kontrollinstanz dabei spielen? Wir beleuchten das Zusammenspiel von menschlicher Expertise, Governance und Regularien. Kann Enterprise Open Source dabei helfen KI-Agenten IT-sicher, digital souverän und voll supportet in der Verwaltungspraxis umsetzen lassen.

Moderation: Ansgar Kückes, Chief Architect Public Sector, Red Hat

  • Christof Orth, Director Sales Government, Red Hat           
  • Valentina Kerst, Geschäftsführerin, Akademie für Künstliche Intelligenz, KI Bundesverband
  • Arne Schömann, Leitung KI, IT.NRW
  • Thorsten Rode, Sachgebietsleitung, Nettetal

Forum 6: Cloud Computing – Digitale Souveränität gemeinsam digital

Raum: Heinrich Heine 3+4

Cloud Computing ist längst ein zentraler Baustein moderner Verwaltungsdigitalisierung – auch in Nordrhein-Westfalen. Ob skalierbare Infrastrukturen, gemeinsame Plattformen, sichere Datenräume oder neue KI-Anwendungen: Ohne leistungsfähige Cloud-Strukturen lassen sich viele digitale Vorhaben kaum noch effizient umsetzen. Gleichzeitig stellt sich für Land und Kommunen die Frage, wie Cloud-Nutzung mit digitaler Souveränität, Datenschutz, IT-Sicherheit und langfristiger Handlungsfähigkeit vereinbar bleibt. In diesem Forum geht es darum, wie NRW Cloud-Strategien gemeinsam denken kann: Welche Rolle spielen kommunale IT-Dienstleister, Landesangebote und europäische bzw. souveräne Cloud-Lösungen? Wie lassen sich Abhängigkeiten vermeiden, Standards schaffen und Nachnutzung ermöglichen? Diskutiert wird, wie Cloud Computing nicht nur technische Flexibilität schafft, sondern zur Grundlage einer sicheren, kooperativen und zukunftsfähigen digitalen Verwaltung werden kann. 

Moderation: Clarisse SchröderPublic IT Consultant

  • Dr. Markus Brakmann, Gruppenleiter, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Luise Kranich, Leiterin der Abteilung Technologiestrategie und Informationstechnik, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  • Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender, OSB Alliance
  • Jörg von der Heydt, Regional Director DACH, Bitdefender
  • Christian Dietz, Senior Consultant, Public Sector, Ceyoniq
  • Tobias Komm, Key Account Manager, G DATA CyberDefense

Forum 7: Bürokratieabbau und bessere Rechtssetzung/ Governance

Raum: Cornelius 1

Bürokratieabbau ist in Nordrhein-Westfalen kein abstraktes Reformversprechen mehr, sondern wird zunehmend mit konkreten Entlastungs- und Modernisierungsmaßnahmen verbunden. Die Landesregierung hat zuletzt ein umfassendes Gesetzespaket auf den Weg gebracht, das Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen entlasten und Verwaltungsverfahren beschleunigen soll; zugleich gewinnt die Frage an Bedeutung, wie neue Regeln von Beginn an praxistauglicher, digitaltauglicher und vollzugsfreundlicher gestaltet werden können. In diesem Forum geht es darum, wie bessere Rechtssetzung und wirksame Governance zusammengedacht werden können: Welche Vorgaben braucht der Staat wirklich? Wo entstehen unnötige Berichts-, Nachweis- und Dokumentationspflichten? Und wie lassen sich Praxis-Checks, digitale Verfahren und klare Zuständigkeiten so verbinden, dass Entlastung nicht nur beschlossen, sondern im Verwaltungsalltag spürbar wird? Diskutiert wird, wie NRW den Weg zu einem schlankeren, schnelleren und zugleich verlässlichen Staat weitergehen kann. 

Moderation: Marvin Baldauf, Mitglied der Geschäftsleitung, Behörden Spiegel

  • Dr. Michael Thöne, CEO, FiFo Institute for Public Economics, Universität Köln
  • Kerstin Pliquett, Geschäftsleitung, KDN
  • Dr. Jan-David Blaese, Dozent für öffentliche Betriebswirtschaftslehre, Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Brühl

Forum 8: Routine automatisieren, Service verbessern: Wie KI Bürger:innen und Mitarbeitende zufriedener macht

Raum: Cornelius 2

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst der Druck auf Kommunen, Bürgeranfragen schneller zu bearbeiten und den Service moderner zu gestalten. Unser Fach-Forum liefert Erfahrungsberichte aus kommunaler Sicht mit einer Live-Demo. KI-basierte Voice- u. Chatbots schaffen die Grundlage für automatisierte Abläufe bei gleichzeitig hoher Servicequalität und Bürgerorientierung. Die Vorteile: 24/7 Erreichbarkeit, schnelle Antworten und barrierefreie Kommunikation. Die DSGVO-Konformität ist dabei ein ganz wichtiger Punkt, denn Datenschutz und Hosting in Deutschland ist unverzichtbar. Wie KI-Unterstützung sinnvoll und zulässig für Kommunen einzusetzen ist, berichten wir zusammen mit dem Essener Systemhaus und unserem Partner NFON AG.

Moderation: Stefan Kondmann, Head of Account Sales Public & Health, Large Enterprises, 1&1 Versatel

  • Daniel Krisch, Betriebsleiter, ESH Essener Systemhaus
  • Günther Schilling, AI Sales Expert, NFON

Forum 9: KI zwischen Hype und Wirkung: Erfahrungen und Erkenntnisse

Raum: Kongresshalle

Künstliche Intelligenz ist in der Verwaltung längst mehr als ein Zukunftsversprechen – auch Nordrhein-Westfalen bringt den Einsatz zunehmend in die Praxis. Mit NRW.Genius entsteht ein zentraler Rahmen für generative KI in der Landesverwaltung, der Beschäftigte etwa bei Routineaufgaben, Recherche und Textarbeit unterstützen soll; zugleich wird KI in NRW bereits in sensiblen Fachbereichen wie der Steuerverwaltung eingesetzt. Entscheidend ist nun, den Schritt vom Pilotprojekt zur wirksamen Anwendung zu schaffen: Welche KI-Lösungen entlasten wirklich? Wo entstehen neue Risiken? Und welche Voraussetzungen braucht es bei Daten, Prozessen, Kompetenzen und Governance? In diesem Forum geht es um Erfahrungen aus der Praxis, um realistische Erwartungen jenseits des Hypes und um die Frage, wie NRW KI so einsetzen kann, dass sie Verwaltung schneller, bürgernäher und zugleich verlässlich macht. 

Moderation: Tanja Krins, Leiterin, Fachgruppe Digitale Transformationsprozesse, Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. & Beate van Kempen, Leiterin Stab Digitalisierung, Landschaftsverband Rheinland

  • Maria Schmalenbach, Leiterin Projektwerkstatt, IT-NRW
  • Thorsten Rode, Sachgebietsleitung, Nettetal
  • Susanne Bexten, Projektleiterin, KDVZ Rhein-Erft-Rur
  • Robin Eisbach, Leiter Unternehmensentwicklung, Südwestfalen IT
  • Rafael Paplocki, Referatsleiter für Verwaltungsdigitalisierung, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
  • Dr. Ludwig Hanisch, Senior Account Executive, Ayunis