Parallele Fachforen

Fachforen 1 – 6 // 11:30 Uhr – 13:00 Uhr

Fachforum 1: Umsetzung des OZG
Das Online-Zugangsgesetz (OZG) gibt seit seinem Inkrafttreten im August 2017 den Takt vor bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Durch das Gesetz hat sich der Entwicklungsund Umsetzungsdruck in den IT-Abteilungen und -Unternehmen deutlich erhöht. Zum Zeitpunkt des Kongresses e-nrw läuft die Umsetzungsfrist (31.12.2022) bald aus – Anlass, Bilanz zu ziehen, wie weit der Auftrag, Verwaltungsdienstleistungen auch über digitale Verwaltungsportale anzubieten und diese miteinander zu einem Portalverbund zu verknüpfen, erfüllt ist.

Es gilt, die bis Ende 2022 erreichten Zwischenstufen auf ihren praktischen Nutzwert zu überprüfen, die noch ausstehenden Aufgaben abzuschätzen und die Frage zu erörtern, ob dafür das OZG neu gefasst werden muss (OZG II).

Moderation: Beate van Kempen, IT-Architektin und -Referentin, Landschaftsverband Rheinland

Dr. Markus Brakmann, Gruppenleiter im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW
Thomas Eichmüller, Fachbereichsleiter IT-Gesamtsteuerung, Landschaftsverband Rheinland

N.N., Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Köln
N.N., con terra
Michael Nitsche, Leiter Public Affairs und Politische Netzwerke, S-Public Services GmbH


Fachforum 2: Innovationsmanagement Startup
Die Startup-Szene wird mittlerweile von vielen Kommunen und Verwaltungen als Innovationsmotor angesehen. Daher werden verstärkt Anstrengungen unternommen, diese Szene zu fördern und auf diese Weise Produkte sowie Dienstleistungen zu generieren, die dem Gemeinwesen und seiner Verwaltung förderlich sind. Auf Bundesebene hat sich bereits eine Förderinfrastruktur etabliert, etwa in Gestalt des GovTec Campus Deutschland (Vernetzung) oder des eGov-Campus (Aus- und Fortbildung). Die Stadt Bochum hat mit ihrem WERK X Start-up Inkubator eine entsprechende Umgebung geschaffen.

Es wäre zu prüfen, welcher Aufwand zur effektiven Startup-Förderung erforderlich ist, welche Organisationsformen sich dafür eignen und welcher Mehrwert für Kommune und Verwaltung daraus zu erwarten ist.

Moderation: N.N.,
David Latz, ShiftDigital Government Solutions
Ludmilla Middeke, Open Innovation City


Fachforum 3: Konsolidierung der IT-Infrastruktur in NRW
Die Kommunalen Spitzenverbände NRW haben Anfang 2022 ein Diskussionspapier „Überlegungen zur Neustrukturierung der kommunalen IT in NRW“ beschlossen. Ziel ist die Straffung der als heterogen und somit unwirtschaftlich wahrgenommenen IT-Landschaft mit mehr als 30 kommunalen IT-Dienstleistern. Dazu soll ein externes Gutachten erstellt werden.

Es könnte zunächst bilanziert werden, welche Konsolidierungsschritte die IT-Dienstleister in den zurückliegenden zehn Jahren aus eigenem Antrieb  unternommen haben (Kooperation / Fusion). Sodann könnte ein Zwischenbericht aus dem Gutachten erfolgen, zu dem nach derzeitiger Planung bis zur Jahresmitte 2022 der Auftrag erteilt werden soll.

Moderation: N.N.,
Matthias Berg, Chief Customer Officer, GovRadar GmbH
Rajko Kravanja, Bürgermeister, Stadt Castrop-Rauxel 

Lars Hoppmann, Geschäftsleiter, Kommunales Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe


Fachforum 4: Personalgewinnung in Zeiten von TikTok und Instagram
Bekanntlich haben öffentliche Verwaltungen zunehmend Probleme, Personal zu gewinnen, um den altersbedingten Weggang zu kompensieren und Abteilungen für neue Aufgaben aufzustocken. Hier stellt sich die Frage nach innovativem Recruiting im Stil der jungen Generation, auch wenn dies mit der herkömmlichen, auf Rechtssicherheit und Korrektheit fokussierten Verwaltungskultur schwer vereinbar erscheint.

Moderation: N.N.,
George Tulbure, stellv. Leiter des Personal- und Organisationsamtes, Bundesstadt Bonn
Prof. Dr. Timo Kahl, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Rhein-Waal


Fachforum 5: Bürger*innenbeteiligung
Am 19.02.2022 ist das „Gesetz zur Stärkung der medienbruchfreien Digitalisierung“ in Kraft getreten. Es verankert u.a. das Portal „Beteiligung NRW“ im E-Government-Gesetz NRW und ermöglicht allen Landesbehörden sowie Kommunen kostenfrei die digitale Durchführung von Beteiligungsverfahren.

Es wäre zunächst die derzeitige Praxis von Online-Beteiligungsverfahren in NRW zu beleuchten, dann die Kriterien für erfolgreiche Bürgerbeteiligung (DIID – Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie) und schließlich die Frage, ob angesichts der Investitionsnotwendigkeiten hin zu einer klimaneutralen Infrastruktur die Beteiligungsverfahren verkürzt oder eingeschränkt werden sollten.

Moderation: N.N.,
Sandra Schlesiger, Referatsleiterin, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW
Dr. Dennis Frieß, Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie


Fachforum 6: Dieses Forum wird ausgestaltet vom Veranstaltungspartner Deloitte
Moderation: N.N.,
N.N.,



Fachforen 7 – 12 //
14:00 Uhr – 15:30 Uhr

Fachforum 7: Innovative Verwaltungsnetze – die beste Basis für erfolgreiche Digitalisierung
Wir werden gemeinsam darüber diskutieren, warum eine nachhaltige Netz-Strategie als ein wesentlicher Handlungspunkt gesehen werden muss. Welches Maß an Sicherheit (Menschen, Prozesse, Techniken) ein Verwaltungsnetz benötigt und welche Anforderungen an ein ‚Verwaltungsnetz der Zukunft‘ bestehen. Ganz klar ist, dass die Flexibilitätsanforderungen an die Verwaltungen steigen – mindestens durch die geforderte digitale Souveränität oder durch Applikationen, neue Richtlinien bzw einfach über flexibel skalierbares Volumen. 

Moderation: Stefan Kondmann, Head of Key Account Management Public, 1&1 Versatel
Holger Nauendorff*, stellv. Betriebsleiter, citeq Informations-Technologie für Kommunen
Elisabeth Schwenzow*, Vorstand, Kreis Borken
Siegfried Grabenkamp*, Betriebsleiter, Essener Systemhaus Betrieb der Stadt Essen
Ingo Lalla, Vice President, Myra Security 


Fachforum 8: Smart City
Mit dem Ausbau von Städten und Gemeinden zur Smart City verbindet sich die Hoffnung, diese besser steuern zu können und damit die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Zum einen sollen wesentlich mehr Daten aus den Bereichen Umwelt, Verkehr und Versorgungsinfrastruktur erhoben werden. Diese sollen dann in ein Frühwarnsystem einfließen und Entscheidungen der Verwaltung erleichtern. Es wäre zu prüfen, wie weit der Aufbau einer intelligenten Sensorik in den Kommunen bereits gediehen ist, wer die Kosten dafür trägt und welcher konkrete Nutzen sich bereits daraus ergeben hat.

Moderation: N.N.,
N.N., Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Köln
Marcel Böttcher, Chief Digital Officer (CDO), Stadt Bergisch Gladbach
N.N., denodo


Fachforum 9: Home Office und mobiles Arbeiten – Anforderungen an den kommunalen Arbeitsplatz
Der Trend zum dezentralen Arbeiten in Wirtschaft und Verwaltung entstand bereits vor Corona, hat sich aber durch die Notwendigkeit der Kontaktvermeidung während der Pandemie massiv verstärkt. Die öffentliche Verwaltung stand plötzlich unter Druck, ihre PC-Arbeitsplätze zu virtualisieren und die internen Netzwerke für externen Zugriff zu ertüchtigen. Wegen der hohen Anforderungen an Datenschutz- und Datensicherheit im öffentlichen Bereich entstehen dadurch erhebliche Kosten und ggf.  Skalierungsprobleme. Es wäre zu klären, welche Ausbaustrategien die Verwaltungen gemeinsam mit ihren IT-Dienstleistern verfolgt haben und wie sich die Arbeitskultur durch die breitere Nutzung von Home Office verändert hat.

Moderation: Beate van Kempen, IT-Architektin und -Referentin, Landschaftsverband Rheinland
Lena Sargalski, Chief Digital Officer, Stadt Bad Salzuflen
Jürgen Vogler, Geschäftsführer, procilon
N.N., Ceyoniq


Fachforum 10: Die Cloud – Notwendigkeit und Strategien
Die Bereitstellung komplexer IT-Dienstleistungen in einer Cloud beschäftigt weiterhin die Fachwelt. Der plötzlich auftretende Bedarf an Kommunikations- und Coworking-Plattformen während der Corona-Pandemie erzeugte die Notwendigkeit rasch einzurichtender und beliebig skalierbarer IT-Strukturen. Bekanntlich gibt es in Punkto Leistung und Innovationskraft noch kein europäisches Gegenmodell zu den US-amerikanischen Marktführern Microsoft und Google (sog. Hyperscaler). Um das Problem der Datensouveränität zu lösen, werden Cloud-Kooperationen zwischen amerikanischen Marktführern und deutschen Unternehmen geschaffen (SAP/Avarto-Microsoft, T-Systems-Google). Daneben wird aber auch der Aufbau eines deutschen oder europäischen Cloud-Betreibers gefordert. Es wäre zu klären, welches Modell die hiesigen IT-Anforderungen am raschesten und am wirtschaftlichsten erfüllen kann.

Moderation: N.N.,
Dieter Rehfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung, regio iT
Andreas Reckert-Lodde, Referat Digitale Souveränität für die IT der öffentlichen Verwaltung, Bundesministerium des Innern und für Heimat

• Johannes Rundfeldt, AG KRITIS
• Ansgar Kückes, Chief Architect Public Sector, Red Hat EMEA


Fachforum 11: Das europäische Datenökosystem Gaia-X
Mit Gaia-X soll ein datenschutzkonformes europäisches Datenökosystem ohne Verlust der Nutzerkontrolle eingerichtet werden. Auf nationaler Ebene sind Gaia-X Hubs die zentralen Anlaufstellen für Unternehmen, Initiativen, Verbände und öffentliche Einrichtungen, die zum Erfolg des Gaia-X-Projektes beitragen wollen. Im deutschen Gaia-X-Hub betreuen rund 850 Unternehmen sowie Fachleute in zehn Themenfeldern mehr als 65 Anwendungsfälle (use cases). Es wäre zu diskutieren, ob der Koordinationsaufwand des europäischen Projektes für die heimische IT-Produktion kurz- oder mittelfristig einen Mehrwert erbringt.

Moderation: N.N.,
Tina Siegfried, Leiterin der Arbeitsgruppe Public Sector, EU-Kommission in Deutschland
N.N., Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz


Fachforum 12: Registermodernisierung
Laut IT-Planungsrat sollen die technischen Komponenten für eine verknüpfte Register-Infrastruktur bis 2024 entwickelt sein und der laufende Betrieb bis 2025
realisiert werden. Es gilt zu prüfen, ob diese Zeitplanung realistisch ist und welche technischen sowie finanziellen Hürden auf dem Weg dorthin noch zu überwinden sind.

Moderation: N.N.,
Claus Hackethal, Leiter der Referatsgruppe Registermodernisierung, Bundesverwaltungsamt
Dr. Jasmin Deling, Referatsleiterin, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
N.N., adesso SE